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    MDM-Markt: So unterscheiden sich große und kleine MDM-Lösungen

    DatensicherheitMobiles Arbeiten
    19. Mai 20204 Min. Lesezeit
    MDM-Markt: So unterscheiden sich große und kleine MDM-Lösungen

    MDM-Software im Vergleich

    IT-Verantwortliche, die die Einführung einer MDM-Software (Mobile-Device-Management) projektieren, haben meist ein echtes Problem: sich für den richtigen Hersteller zu entscheiden, gleicht dem sprichwörtlichen Schuss ins Blaue. Vergleicht man nämlich die Funktionen verschiedener MDM-Anbieter, sehen die Features der einzelnen Lösungen auf dem MDM-Markt fast identisch aus. Woher soll man also wissen, ob sich das MDM von Blackberry, Ivanti oder Microsoft (Intune) am besten eignet? Oder genügt vielleicht auch die Lösung einer eher kleineren (und günstigeren) Software-Schmiede wie Cortado? Fragen über Fragen.

    Vergleich MDM (Mobile Device Management)


    Welches Schweinderl darf's denn sein? Die Auswahl einer MDM-Software ist schwer.

    Grundlegende MDM-Unterschiede

    Auf den ersten Blick unterscheiden sich die Angebote der Hersteller kaum – egal, ob internationaler Software-Riese oder deutscher IT-Mittelstand. Dass der MDM-Markt so aussieht, sollte eigentlich kaum verwundern. Denn die Basisfunktionalitäten greifen auf Standardschnittstellen von iOS und Android zu und die grundlegenden Features sind in fast jedem Nutzungsszenario notwendig. Als Beispiele seien hier ein containerisierter Workspace, der private und geschäftliche Daten trennt, sowie die Möglichkeit für den Fernzugriff/die Fernverwaltung (Remote Lock/Remote Wipe) genannt.

    Screenshot: Rechts ein Arbeits-Container unter Android.
    Die containerisierten Apps sind am kleinen blauen Koffer-Icon erkennbar. Links der private Bereich.

    Gravierende Unterschiede zwischen den kostengünstigeren kleinen Systemen und den großen MDM-Herstellern gibt es allerdings trotzdem, etwas beim Metadatenlayer und der Batchfunktionalität. Wir nennen dir hier fünf Aspekte, die du gründlich prüfen solltest, bevor du dich für ein spezifisches MDM entscheidest.
    MDM-Markt Vergleich
    Wo steckt mehr drin? Auf den ersten Blick sehen MDM-Softwares alle gleich aus.

    MDM-Unterschied 1: Batch-Migration

    Batch-Migration bedeutet die massenhafte Migration von mobilen Endgeräten in ein neues System. Im besten Fall lädt man hierzu lediglich eine Excel- oder CSV-Datei mit den IMEI-Nummern der Geräte für das Onboarding hoch. Bei den „großen“ Lösungen ist dies ohne weiteres möglich. Bei MDM-Softwares einiger kleinerer Hersteller fehlt diese wichtige Funktion. Hier muss dann jedes Gerät einzeln angelegt werden. Auch der Umzug von Geräten auf bestimmte Profileinstellungen kann nicht im Batch erledigt werden, sondern muss einzeln und kleinteilig gemacht werden. Beides nervt und kostet Zeit.

    MDM-Unterschied 2: Active Directory

    Wenn das Mobile-Device-Management-Programm die Integration mit dem Active-Directory der Firma unterstützt, werden alle IMEI-Nummern automatisch den gesamten Stammdaten zugeordnet. Das ist enorm praktisch. Prüfe unbedingt, ob die Lösungen auf deiner Short-List diese Funktion bieten.

    MDM-Unterschied 3: Security-Layer

    Einige MDM-Lösungen, beispielsweise IBM MaaS360 und die Blackberry Enterprise Mobility Suite, bieten zusätzliche Security-Layer. Diese erhöhen die mobile Sicherheit, indem sie Handy-Malware auf den Geräten frühzeitig erkennen und den Gesundheitsgrad deiner gesamten Smartphone-Flotte („Fleet Health“) analysieren. Cyberkriminelle Angriffe auf die Mobile Devices können so schneller abgewehrt werden.

    MDM-Unterschied 4: Device-Kompatibilität

    Die Liste der unterstützten Hersteller/Devices ist ein wichtiger Punkt, vielleicht sogar einer der wichtigsten in deiner gesamten Mobile Strategy. Einige kleine MDM-Anbieter begrenzen ihre Kompatibilität auf einzelne Hersteller. Möchtest du dann andere Endgeräte einsetzen, weil diese besonders geeignet, robust, beliebt, günstig etc. sind, gibt es oft ein böses Erwachen, weil zum Beispiel Smartphones von Huawei oder Xiaomi nicht integriert werden können. Auch bei Wearables (Smart Watches) und einigen Tablets sind Probleme bekannt. Frage auch hier lieber genau nach.

    MDM-Unterschied 5: Unified-Endpoint-Management

    Last but not least: Seit Windows 10 ist der Trend, die gesamten im Unternehmen aktiven Clients über eine einzelne Plattform zu managen (UEM = „Unified Endpoint Management“), ungebrochen. Das bedeutet: Desktop-PCs, Laptops und die mobilen Endgeräte werden zentral verwaltet. Zuverlässig erledigen dies unserer Erfahrung nach die „großen Drei“: Ivanti, VMware und Microsoft Intune.

    MDM-Markt: Übersicht

    Einige der bekannteren Namen auf dem MDM-Markt findest du in dieser höchst unvollständigen Liste:

    Eine erschöpfende Liste findest du in dieser MDM-Marktübersicht von Capterra.

    Zum Schluss noch ein Tipp für dein MDM-Projekt

    Wenn du dich auch gerade mit der Einführung einer MDM-Software befassst, haben wir hier noch einen grundlegenden Tipp für dich:

    Teste ausgiebig!

    Die meisten Hersteller bieten Test-Lizenzen an – dieses Angebot solltest du nutzen! Am besten testest du mit einer IT-affinen Gruppe – so prüfst du den tatsächlichen Bedarf und erhältst qualifizierte Rückmeldungen.

    Hast du noch Fragen zum MDM-Markt?
    Wir freuen uns auf deinen Kommentar!

    Hast du noch Fragen zum MDM allgemein?
    Lese am besten unser MDM-Whitepaper.